Unter- und Mittelstufe

Ein Lehrer steht vor einer Tafel mit Mathematikaufgaben, während kleine Kinder, die auf Holzbänken sitzen, in einem farbenfroh gestalteten Klassenzimmer die Hände heben.

Unter- und Mittelstufe – Gemeinschaft erleben und wachsen

In der Unter- und Mittelstufe der Waldorfschule Offenburg kann Gemeinschaft über Jahre hinweg wachsen. Ohne Notendruck lernen die Kinder in vertrauensvoller Atmosphäre, ihre Stärken zu entdecken, Kreativität zu entfalten und soziale Fähigkeiten zu entwickeln. Das Bewegte Klassenzimmer, handwerkliche Arbeiten, der Schulgarten und spannende Praktika wie das Forstpraktikum machen Lernen erfahrbar und lebendig. Höhepunkte wie die Achtklassarbeit und das gemeinsame Theaterprojekt runden die Klassenlehrerzeit ab.
 

Konzentrierte Schüler von vorne, die gerade dabei sind eine Schularbeit zu schreiben

Unter- und Mittelstufe: Gemeinschaft darf wachsen

Ein besonderes Merkmal der Waldorfschule Offenburg ist, dass der Klassenverband über die vierte Klasse hinaus bestehen bleibt – und dass es in den ersten Jahren keine Noten gibt. Eine frühe Einteilung in „gut“ oder „schlecht“ entfällt ebenso wie die Einordnung auf weiterführende Schulen mit möglicher Unter- oder Überforderung. So kann die Gemeinschaft über Jahre hinweg wachsen.

Ein handgezeichnetes, regenbogenfarbenes Diagramm mit geschwungenen Linien und deutschem Text, das ein Spektrum von Rosa bis Blau zeigt. Die Schrift verläuft von der unteren Mitte nach außen und deutet auf kategorisierte Informationen hin.

Rudolf Steiner

Grundlage unseres pädagogischen Ansatzes ist das Menschenbild Rudolf Steiners, Begründer der Anthroposophie:
„Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen, in Liebe erziehen und in Freiheit entlassen.“

Anthroposophie ist keine Lehre

 

Lerne die Anthroposophie kennen
Ein Lehrer steht im Klassenzimmer und spricht zu den Schülern, die an ihren Schreibtischen sitzen.

Klassenlehrer:in der Unter- und Mittelstufe

In der Unter- und Mittelstufe wird dieses Prinzip im Alltag lebendig. Die Klassenlehrer:in begleitet die Klasse – wenn möglich – bis zur achten Jahrgangsstufe. Durch den täglichen Unterricht in mehreren Fächern entsteht ein Vertrauensverhältnis, das die persönliche Entwicklung der Kinder fördert. 

 

Eine Frau führt zwei Kindern, die auf Bodenkissen in einem Klassenzimmer sitzen, ein Spinnrad vor.

Der Schulalltag

Der Schulalltag ist geprägt von Ritualen, wie dem Morgenspruch, individuellen Zeugnissprüchen, gemeinsamem Musizieren und Singen sowie regelmäßigen Monatsfeiern und Festen. Das Bewegte Klassenzimmer bietet zusätzlich einen besonderen Raum für gemeinschaftliche Erfahrungen, wie sie im herkömmlichen Unterricht nicht möglich wären. 

Ein besonderes Herzstück ist der Epochenunterricht: Über zwei bis vier Wochen steht jeweils ein bestimmtes Fach im Mittelpunkt. Diese intensive Beschäftigung mit einem Thema ermöglicht Vertiefung, echtes Eintauchen und nachhaltiges Lernen.

In einer Werkstatt sitzen Menschen in Schürzen um einen Holztisch herum.

Handwerkliche und praktische Erfahrungen

Handwerkliche und praktische Erfahrungen gehören selbstverständlich dazu: Schnitzen, Handarbeiten oder Arbeiten im Schulgarten fördern motorische Fähigkeiten und Kreativität. In der siebten Klasse erleben die Schüler:innen im Forstpraktikum zwei intensive Wochen im Wald, in denen sie Natur unmittelbar erfahren, Verantwortung übernehmen und die Zusammenhänge des Lebensraums Wald entdecken.

Ein älterer Mann und eine junge Frau arbeiten gemeinsam in einer Holzwerkstatt, umgeben von Holzschnitzereien und Werkzeugen in den Regalen. Der Mann scheint der Frau gerade etwas zu erklären oder vorzuführen.

Höhepunkt - die Achtklassarbeit

Ein Höhepunkt der Unter- und Mittelstufe ist die Achtklassarbeit – die erste größere eigenständige Arbeit, die Theorie und Praxis miteinander verknüpft. Die Ergebnisse werden vor Eltern, Geschwistern, Freunden und Interessierten präsentiert. Den Abschluss der Klassenlehrerzeit bildet ein gemeinsames Theaterstück, bei dem alle ihre Talente einbringen – sei es auf der Bühne, beim Musizieren, der Gestaltung des Bühnenbildes oder beim Schneidern der Kostüme.